Erste Jagd im Traumrevier in MeckPomm

Nachdem ich bereits vor einigen Wochen ein Revier in Mecklenburg-Vorpommern besichtigt und mich in die Landschaft „schockverliebt“ hatte, ergab sich nun tatsächlich die Möglichkeit durch einen Begehungsschein dort zu jagen. Ich hatte die Erlaubnis gerade 24 Stunden in der Hand, fuhr ich los.

Dort angekommen bezog ich zunächst das Zimmer im Dachstuhl einer unglaublich herzlichen älteren Dame. Sie freute sich über Jägerinnen-Besuch und über alle Maßen über meinen Hund. Ich musste mich schon fast losreissen um loszukommen. Drei Autominuten später war ich aber bereits im Revier. Und wieder stellte sich dieses tolle Gefühl ein, es ist ein Segen einfach nur da zu sein. Zunächst fuhr ich einige Orientungsrunden und machte mir einen Plan für den heutigen Ansitz.

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Gerade als ich einen Hochsitz auserwählt hatte und im Auto auf dem Weg dorthin war, sah ich ein Stück Rehwil genau auf jener Wiese stehen. Ich beschloss, den Wagen etwas weiter weg abzustellen und mich anzupirschen. Leider durchkreuzte ein Angler meinen Plan, dieser durchquerte nämlich exakt jene Wiese. Das Rehwild sprang natürlich ab. Da es noch früh war und ich auch auf Schweine hoffte, setzte ich mich dennoch auf dem Hochsitz an. Die nächsten Stunden konnte ich die wunderbare Landschaft dort geniessen. Gedanken, welche ich unter „Angekommen“ beschrieben habe, gingen mir durch den Kopf.

Ich beschloss die Nacht durchzusitzen, um die wunderbare Atmosphäre noch länger zu geniessen. Selbst nachts um zwei Uhr war es auf dem Feld wunderbar hell. Morgens machte ich mich noch auf zu einer Runde Morgenpirsch und liess danach noch den Hund toben, bevor ich mich glücklich einige Stunden ins Bett legte.

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Abends setzte ich mich fast an derselben Stelle wieder an, nur etwa 200 Meter weiter. Bei bestem Büchsenlicht trat ein Knopfbock aus. Er tat sich zunächst direkt unter meinem Hochsitz nieder. Einige Zeit später ergab sich dann aber die Möglichkeit zum sicheren Schuss. Was ein toller Start im neuen Revier.

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Am nächsten Tag holte mich der Berufsjäger ab, um mir einige weitere Ecken des Reviers zu zeigen. Was ein lustiger und spannender Tag.

So erlebte ich das erste Mal wie ein Hund im mannshohen Raps eine Rotte Sauen sprengt (wir waren gerade auf dem Weg zu einem Hochsitz) und ich und mein Hund mitten drin. Ich brauche wohl kaum erwähnen, wie sich mein Puls beschleunigt hat.

Abends setzte ich mich dann also an die angenommene Kirrung am Raps. Zwar hatte ich einen Waschbär im Anblick, da ich aber noch auf Schweine hoffte, entschied ich mich weiter abzuwarten. Leider kamen keine Schweine mehr und da ich am nächsten Tag noch eine lange Rückfahrt vor mir hatte, baumte ich auch recht früh ab.

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Ich verliess das Revier mit dem sicheren Gefühl, dass ich hier noch eine Menge erleben würde. Spannung, Abendteuer, Spaß, Entspannung, Erdung, Auseinandersetzung mit mir selbst und bestimmt auch Waidmannsheil.

 


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