Krieghoff Semprio goes Africa

Allen Vorurteilen zum Trotz: nach meiner Reise nach Namibia bin ich absolut begeistert und liebe diese Waffe. Ich gebe zu, ich habe lange hin und her überlegt, welche Waffe ich zu diesem Abenteuer mitnehmen soll. Schließlich muss man sich – weit weg von zuhause – ja noch viel mehr auf sein Werkzeug verlassen können.

Ich habe mir im Vorfeld viele Fragen gestellt. Kaliber? Geschosstyp? Schalldämpfer? Handhabung (Repetiervorgang, Laden), Handling im Allgemeinen.

Aus einigen Gründen ist die Entscheidung dann für die Semprio gefallen: Kaliber 30.06 sollte auch für afrikanisches Wild passen, ganz nach der Devise „Treffersitz vor Kalibergröße“. Schalldämpfer, damit ich nicht mit nervigen Ohrenschützern durch die Hitze pirschen muss. Und mit dem für mich angepassten Schaft (gekürzt und Abzugseinheit etwas nach hinten versetzt, sodass ich mit meiner kleinen Hand perfekt an den Abzug komme) kam ich in den letzten Monaten einfach super gut klar. Auf der Jagd mit der Semprio fühlte sich diese Waffe für mich an wie ein dritter Arm.

Natürlich hatte ich auch Bedenken. Wie leise würde ich die Waffe laden können? Und wie ist das mit dem ganzen Dreck und Staub in Namibia? Kann die Semprio das abhaben?

Ich nehme es vorweg: Leise laden geht einfach nicht. Ist die Waffe unterladen und ich will eine Patrone reinrepetieren ist das laut. Ist sie unterladen und ich will eine Patrone ins Patronenlager einlegen, muss ich die Waffe öffnen und das ist eben auch lauter als bei einem Repetierer anderer Hersteller oder bei Kipplaufbüchsen, ganz klar. Aber da ich das wusste, habe ich eben immer darauf geachtet, dass ich die Waffe frühzeitig „ready“ hatte. Der Jagderfolg ist jedenfalls nie gefährdet gewesen oder gar daran gescheitert.

Abgesehen von diesem einen eher negativen Aspekt bin ich von der Semprio absolut begeistert.

Viele fragen mich immer wie das Repetieren auf dem Zielstock denn gehe. Also ich konnte nach dem Schuss gar nicht mehr sagen wie ich repetiert habe. Aber eins ist sicher, es ging schnell! Auf den diversen Videoaufnahmen, die mein Jagdfreund aufgenommen hatte, konnte ich dann sehen, dass ich den Hinterschaft nach hinten gezogen habe zum Repetieren und das wirklich verdammt fix. Wie das Repetieren bei den freihändigen Schüssen war, versteht sich von selbst. Also ich bin mit keiner anderen Waffe schneller. Aber das ist sicher eine Übungsfrage und auch abhängig davon, ob man sich darauf einlassen möchte oder nicht. Da die Semprio aber eine der ersten Waffen für mich ist, ist das Repetieren damit für mich inzwischen in Fleisch und Blut übergangen und läuft so automatisch ab wie für viele andere, die einen „herkömmlichen“ Repetierer führen. Da ich auch noch einen Schalldämpfer auf der Waffe drauf habe, damit kaum noch Rückstoß habe und die Waffe ruhig auf dem Stock liegen bleibt, habe ich mein Ziel auch nach dem Schuss sofort wieder im Visier. Dass ich dank Schalldämpfer selbst als Schützin den Kugelschlag hören kann, ist auch von unschätzbarem Wert.

Der gummierte Schaft in Camouflage ist für mich und meine jagdlichen Einsatzzwecke auch unschlagbar. Abgesehen davon, dass ich ein Camo-Fan bin, ist der Schaft in dieser Ausführung einfach wie geschaffen für mich. Vollkommen unempfindlich hat er natürlich alle Robbereien durch Sand und Gras unbeschadet mitgemacht. Auch das System, von dem viele glauben, es sei schmutzempfindlich hat absolut keine Probleme gemacht. Und alle beschossenen Stück lagen entweder im Knall oder nach kurzer Todesflucht. Perfektionistisch wie ich bin, habe ich auch zwischen den Jagden einige Kontrollschüsse gemacht. Leider habe ich kein Bild davon gemacht. Aber ich habe damit Loch in Loch geschossen. Hinsichtlich Präzision gibts dann also auch nichts auszusetzen.

Dass ich mit Schaft, Abzugseinheit, Rückstecher etc. super zurechtgekommen bin, war klar, so war es ja auch schon auf der Jagd auf heimisches Wild.

Der Jagdführer Johny und der Fahrer fanden die Waffe übrigens so cool, dass sie unbedingt zum Abschluss der Reise noch Bilder von sich selbst mit der Semprio haben wollten. Ich finde sie stand den beiden sehr gut.

Alles in allem, war die Reise nach Namibia mit der Semprio sozusagen ein Liebesurlaub. Heirat auf Probe. Vielleicht gibt´s ja bald Flitterwochen?

Für den interessierten Leser hier noch ein paar Zahlen, Daten, Fakten zur Waffe:

Krieghoff Semprio Repetierbüchse, Kaliber 30.06, Lauflänge: auf 50cm gekürzt (Standardlauflänge: 55cm), Universalabzugssystem, Kombihandspannung, Rückstecher im Abzug, Click-and-go Riemenbügel, schwarzes Rahmenfinish (Hart-Coat-Beschichtung), Lochschaft, Soft-Touch „Forest-Green“, WEGU-Gummikappe in 15mm, Schaftlänge 35cm. Schalldämpfer: Hausken JAKT XTRM 224.

Zielfernrohr: Leica Magnus 1,8-12×50 i L Absehen 4A mit Leuchtabsehen.

Aufkippmontage mit Zeiss-Schiene

Munition: Blaser CDC 30.06, bleifrei, 10,4 Gramm

http://www.krieghoff.de

https://www.krieghoff.de/jagdwaffen/waffe/semprio/

Wer noch mehr Infos zur Farm haben möchte, hier habe ich einiges dazu aufgeschrieben:

https://triggerdiary.com/2018/05/27/6-tage-im-himmel/

https://triggerdiary.com/2018/05/25/namibia-mein-erstes-mal/

http://www.otjere.com

Ein Trophäenpaket kostet 2800 Euro. Darin enthalten sind alle Abschüsse (zwei Oryxantilopen, ein Zebra, ein Warzenschweinkeiler, eine rote Kuhantilope und ein Streifengnu). Es ist auch möglich, dass sich zwei Jäger ein Paket teilen.  Im Paket enthalten ist auch die Abholung und das Hinbringen von und zum Flughafen, ein Doppelzimmer, die komplette Verpflegung (inklusive aller Getränke). Außerdem ist bei der Buchung eines Pakets eine Begleitperson inklusive (beide Personen teilen sich dann ein Doppelzimmer aber Transfer, Verpflegung, Unterkunft ist für die Begleitperson kostenlos).

Ein Selektionspaket kostet ebenfalls 2800 Euro. Darin enthalten sind dieselben Möglichkeiten und Leistungen wie oben beschrieben, aber neun Abschüsse von Selektionswild (fünf Oryx, zwei rote Kuhantilopen, eine Elandantilope und ein Warzenschwein)

Abgesehen von den Paketen kann auch zusätzlich zum Paket oder ohne Paket ganz einfach nach Preisliste gejagt werden. Diese Liste steht natürlich auch auf der Homepage von Otjere Wildlife Safaris (www.otjere.com)

Wer Fragen hat, kann sich gerne an mich wenden. Wer sogar ebenfalls 6 Tage in den Himmel und buchen möchte, kann mir ebenfalls gerne Bescheid geben. Es ist dann möglich, einen Nachlass von 100 Euro zu bekommen, wenn ihr mir eine E-Mail schreibt und bei der Buchung das Codewort „TriggerDiary“ angebt.

 

Hinweis: dieser Beitrag ist unterstützt durch Produktplatzierung und beinhaltet Werbung

 


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