Der 1. Fuchs

Leider sind schon etwa anderthalb Jahre vergangen seitdem ich meinen ersten Fuchs erlegt habe. Sicherlich ist die Erinnerung daran nicht mehr so klar und detailliert. Um aber zu verhindern, dass noch mehr verloren geht, möchte ich auch dieses Erlebnis aufschreiben.

Ein Jagdfreund, den ich beim Flinteschiessen kennengelernt hatte, lud mich in sein Revier ein, um dort einen Fuchs zu erlegen (Danke nochmal!). Er hatte einen Luderplatz angelegt und war sich sicher, dass dort ein Fuchs in Anblick käme. Aufgrund des stark rückläufigen Niederwildbestandes war eine konsequente Bejagung von Raubwild notwendig. (Meine Einstellung dazu: siehe Bericht „Fuchsjagd: Erfordernis der Bestandsreduktion zwingt mich zur (Selbst-) Reflexion“).

Sako_bearbeitet

Wir hatten uns auf der Kanzel beim Luderplatz eingerichtet und führten nette Gespräche, da zeigte sich um 16:45 tatsächlich ein Fuchs. Am hellichten Tage kam er links aus dem Bestand und schien über die Wiese zum rechtsgelegenen Luder wechseln zu wollen.

Ich legte an und war – es war ja gerade mal mein 3. Stück Wild – ordentlich aufgeregt. Als ich bereit war und sicher für einen Schuss, mäuselte mein Jagdfreund, der Fuchs stand sodann breit und ich liess auf etwa 70 Meter Entfernung fliegen.

Ich weiss noch, dass diese Erlegung sehr aufregend und auch aufwühlend für mich gewesen ist. So hat ein Fuchs ja ein Äusseres, welches einem Parson Jack Russel Terrier, welchen ich über alles liebe, doch recht ähnlich sieht. Nichts destotrotz bin ich der Meinung, dem Niederwild – gerade hier in unserer Umgebung – helfen zu müssen, indem Raubwild stark bejagt wird. Sonst haben wir hier bald gar keine Hasen, Kaninchen, Rebhühner, Fasane oder Schnepfen mehr…


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